Artikel zum Podcast
10 Impulse für Wirkung und Führung (Teil 3 von 4)
Von Markus Beforth · Artikel erstellt am 23.09.2026 · Podcastfolge vom 11.07.2025

In Teil 1 ging es um Selbstführung, in Teil 2 um Selbstverantwortung. Jetzt wird es sozial: um Deine Wirkung auf andere, um Kommunikation und um Haltung.
Denn Ziele zu definieren und Abläufe zu bauen reicht nicht. Du musst Menschen erreichen – und das beginnt nicht bei Werkzeugen.
Impulse 21 bis 23: Vertrauen, Reserven, Probleme
21. Starte mit Vertrauen, aber schau auf die Ergebnisse. Weder Kleinsteuerung noch Hoffen führt weiter. Vertraue dem Menschen und bewerte die Leistung. Frage: Wo verwechselst Du Vertrauen mit Naivität – oder Kontrolle mit Misstrauen?
22. Du kannst nur geben, wenn Du nicht leer bist. Ständig für alle da zu sein funktioniert kurzfristig und kostet langfristig. Frage: Wo gibst Du mehr, als Du leisten kannst, und was brauchst Du zum Auffüllen? Dazu passt Work-Life-Integration.
23. Probleme sind Tests, und Tests sind Gelegenheiten. Die nützliche Frage lautet nicht „Warum ich?“, sondern „Was soll ich hier lernen?“. Frage: Welches Problem wäre ein Geschenk, wenn Du es als Test begreifen würdest?
Impulse 24 bis 27: Loslassen, Integrität, Zeithorizont, Respekt
24. Du kannst nicht neu anfangen, wenn Du Altes festhältst. Mir fällt das besonders bei Vorhaben schwer, in die ich schon viel Zeit gesteckt habe – auch bei Objekten, die ich am Ende doch nicht gekauft habe. Frage: Was trägst Du nur noch aus Gewohnheit mit Dir herum?
25. Selbstsicherheit entsteht durch Integrität, nicht durch Wissen. Wer tut, was er sagt, baut Vertrauen auf – bei anderen und vor allem bei sich. Frage: Wo klafft die Lücke zwischen dem, was Du Dir vornimmst, und dem, was Du tust?
26. Denk in Jahren, nicht in Tagen. Der lange Blick nimmt Hektik heraus und verhindert Aktionismus. Frage: Welche Deiner Entscheidungen sähe anders aus, wenn Du sie auf zehn Jahre betrachtest?
27. Respekt beginnt bei Dir. Wer sich selbst keine Pausen und keine Grenzen zugesteht, lebt genau das vor. Frage: Wie sieht Respekt Dir selbst gegenüber gerade aus?
Impulse 28 bis 30: Wertschätzung, Spiegel, Drama
28. Wertschätzung ist der schnellste Hebel für Bindung. Menschen verlassen selten Unternehmen, sondern meistens Vorgesetzte – oft, weil sie sich nicht gesehen fühlen. Frage: Wen hast Du diese Woche ehrlich und konkret gelobt?
29. Dein Umfeld ist Dein Spiegel. Wenn Du dauernd mit schwierigen Menschen zu tun hast, lohnt der Blick darauf, was Du zulässt und tolerierst. Frage: Welche Wiederholung in Deinem Umfeld ist vielleicht Dein eigenes Muster?
30. Du hast keine Zeit für Drama. Vermeide Gerede über Abwesende, beende Konflikte klar und halte Dich raus, wo es nichts zu gewinnen gibt. Frage: Wo vergeudest Du Energie in Themen ohne Ertrag?
Diese drei Punkte hängen zusammen. Wer Anerkennung ausspricht, bekommt ehrlichere Rückmeldungen. Wer sein Umfeld als Spiegel liest, hört auf, dieselben Konflikte immer wieder neu zu führen. Und wer Drama meidet, hat überhaupt erst die Ruhe für beides.
Deine Übung
- Sprich diese Woche eine konkrete Anerkennung aus – mündlich oder schriftlich, aber nicht pauschal.
- Suche einen schwelenden Konflikt und entscheide: klären oder bewusst loslassen.
- Prüfe eine laufende Sache, die Du nur aus Gewohnheit weiterführst, und beende sie.
- Notiere eine Zusage, die Du Dir selbst gegeben und nicht gehalten hast – und halte sie diese Woche.
Weiter mit Teil 4: Veränderung.
Folge 64 anhören
Dieser Artikel basiert auf Folge 64 von „Erfolg ist kein Glück“: „Führen ohne Drama – so geht’s wirklich (3/4)“ vom 11.07.2025.
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