Artikel zum Podcast
Zeitmanagement-Mythen überwinden: acht Schritte für den Alltag
Von Markus Beforth · Artikel erstellt am 23.09.2026 · Podcastfolge vom 20.06.2024

Mythen zu kennen verändert noch keinen Arbeitstag. Deshalb schließt diese Folge die Reihe mit dem praktischen Teil ab: Was machst Du ab morgen anders?
Die folgenden acht Schritte greifen die einzelnen Mythen auf – jeder Schritt löst einen davon ab. Du musst nicht alle gleichzeitig umsetzen; zwei pro Woche reichen völlig.
1. Setze klare Prioritäten
Gegen den Reflex, alles sofort zu erledigen, hilft nur eine Reihenfolge. Sortiere Deine Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit, statt nach Eingangszeit.
Nimm Dir die wichtigste Aufgabe als Erstes vor – auch wenn sie unangenehm ist. Große Vorhaben zerlegst Du dafür in Teilstücke. Details dazu findest Du bei der Eisenhower-Matrix und bei Eat the Frog.
2. Gib ab, was andere gut können
Prüfe wöchentlich, welche Aufgabe nicht zwingend bei Dir liegen muss. Wichtig ist die klare Übergabe: Ergebnis beschreiben, Termin nennen, Verantwortung tatsächlich abgeben.
Den ganzen Ablauf beschreibe ich im Artikel zum Delegieren.
3. Plane Pausen fest ein
Mehr Stunden bringen kein besseres Ergebnis. Arbeite in überschaubaren Intervallen mit kurzen Pausen dazwischen – so bleibt die Konzentration über den Tag stabil.
Ein bewährter Rahmen dafür ist die Pomodoro-Technik.
4. Arbeite mit Deinem Tagesrhythmus
Finde heraus, wann Du am klarsten denkst, und lege die anspruchsvollste Aufgabe dorthin. Ob das früh am Morgen oder spät am Abend ist, spielt keine Rolle – siehe Mythos Frühaufsteher.
5. Miss Ergebnisse, nicht Beschäftigung
Beschäftigt zu sein ist kein Ziel. Formuliere für jeden Tag ein bis drei Ergebnisse, an denen Du abends erkennen kannst, ob der Tag gelungen ist.
Der Unterschied zwischen viel tun und das Richtige tun steht im Artikel effektiv oder effizient.
6. Beginne den Tag nicht, bevor Du ihn beendet hast
Plane den nächsten Tag am Abend davor. Zehn Minuten genügen: Aufgaben notieren, Reihenfolge festlegen, den ersten Schritt konkret machen.
Der Effekt ist doppelt: Du startest morgens ohne Anlaufzeit und gehst abends mit weniger offenen Schleifen aus dem Tag. Die typischen Fehler dabei stehen in der Tagesplanung.
7. Nutze ein Werkzeug – aber nur eines
Eine Aufgabenverwaltung, ein Kalender, ein Ort für Notizen. Welches Programm Du nimmst, ist zweitrangig; entscheidend ist, dass Aufgaben nicht an fünf Stellen gleichzeitig liegen.
Probiere in Ruhe aus, was zu Deiner Arbeitsweise passt – und wechsle dann eine Weile nicht mehr. Ständiges Umziehen kostet mehr Zeit, als jedes Werkzeug spart.
8. Setze Grenzen, indem Du bewusst zusagst
Jede Zusage ist eine Absage an etwas anderes. Wer das mitdenkt, überlädt seinen Kalender seltener – und begründet Absagen leichter.
Deine Übung: zwei Schritte, zwei Wochen
- Wähle aus den acht Schritten die beiden aus, bei denen Du den größten Abstand zur Praxis spürst.
- Lege für jeden Schritt eine konkrete Handlung fest, die täglich möglich ist.
- Trage beide Handlungen für zwei Wochen fest in Deinen Kalender ein.
- Notiere jeden Abend in einem Satz, ob es geklappt hat.
- Entscheide nach zwei Wochen, ob Du sie behältst – und wähle dann die nächsten zwei.
Folge 27 anhören
Dieser Artikel basiert auf Folge 27 von „Erfolg ist kein Glück“: „Wie du im Alltag ein effektiverer Zeitmanager wirst: Praktische Tipps“ vom 20.06.2024.
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